Wir über uns

Der folgende Artikel aus dem Bergsträßer Anzeige (Oktober 2020) berichtet über unsere Motivation und die Hintergründe des Wechsels von Café Kaufmann zu Caféliebe.

Herzensangelegenheit: Die bisherigen Pächter Heike und Willi Kaufmann geben das Café ab. Neue Pächterin ist deren langjährige Angestellte Christiane Alpers (links). (Bild: Dagmar Jährling)

Aus Café Kaufmann wird Café Liebe

Heppenheim. Es ist schon auf das Arbeitshemd von Christiane Alpers gestickt und somit kein Geheimnis mehr. Aus dem Café Kaufmann in der Fußgängerzone wird das Café Liebe. Die Bä‐ ckersleute Willi und Heike Kaufmann übergeben das Café in der Bachgass‘ an ihre langjährige Angestellte. Die Restaurantfachfrau arbeitet seit 2002 in dem Café mit Backwarenverkauf. Seit Ende 2018 ist sie Filialleiterin.

Nach reiflicher Überlegung haben sich Kaufmanns entschieden, sich auf ihre Kernkompetenz zu konzentrieren – das Backen. Die Entscheidung sei beiden nicht leicht gefallen; doch nachdem ein langjähriger Bäcker in Rente ging, hätten neue Strukturen aufgebaut werden müssen. „Er war meine rechte Hand. Einen adäquaten Ersatz haben wir nicht gefunden“, sagte Willi Kaufmann. Die Corona-Pandemie sei nicht ausschlaggebend für die Entscheidung gewesen, habe diese aber forciert. Zuerst informierten die Geschäftsleute ihre Filialleiterin. Alpers war zunächst konsterniert: „Es war ein Riesenschock.“ Doch dann sei die Überlegung entstanden, die Filialleiterin könne das Geschäft übernehmen.

Trotz der ungünstigen Zeit wegen der Pandemie sagte die 41-Jährige zu. „Ich dachte mir: Augen zu und durch. Ich liebe dieses Café einfach.“ Von ihren beiden Kindern hilft die 16-jährige Tochter im Café sogar schon aus. Schöner Nebeneffekt der Transaktion: Zwei Angestellte und sieben Aushilfen konnten aufatmen.

Und auch die Kundschaft muss sich nicht groß umstellen. Sie wer‐ den den gewohnt freundlichen Service erfahren, und auch das Backwarensortiment wird erhalten bleiben. Kaufmanns werden das Café beliefern. Zusätzlich zum Frühstück und Mittagstisch mit kleinem Salatbüfett will Alpers auch Crêpes und Galettes anbieten. Der Buchweizenpfannkuchen ist die herzhafte und glutenfreie Variante des Crêpes.

Lange Historie

Ihren Ursprung hat die Bäckerei Kaufmann in der Kleinen Bach. Ursprünglich war dies die Bäckerei Blech. Der gleichnamige Großvater des jetzigen Bäckermeisters übernahm das Geschäft von seinem Onkel und baute 1956 an der Mozartstraße, dem heutigen Hauptsitz. Im Jahr 1979 übernahm der Vater das Geschäft. Willi Kaufmann der dritte übernahm in vierter Generation im Jahr 2014 die Backstube samt Filialnetz.

Heute beliefern Heike und Willi Kaufmann noch je eine Filiale in Einhausen und Laudenbach. Am 21. November soll das Café Liebe eröffnen, so hat es Christiane Alpers zumindest vor. Die Außenbestuhlung wurde zwar bereits abgebaut. Aufgrund von Corona überlegt die zukünftige Pächterin, Heizpilze aufzustellen und Decken anzubieten. Es käme allerdings darauf an, wie die Stadt sich in dieser Frage entscheide, betonte Christiane Alpers.

dj